Glycerin

Gly|ce|rin 〈n. 11; unz.; fachsprachl.〉 = Glyzerin

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Gly|ce|rin [griech. glykerós = süß; -in (3)], das; -s; GS: Glyzerin; Syn.: (internat. empfohlen:) Glycerol, (systematisch:) Propan-1,2,3-triol, (veraltet:) Ölsüß: HOH2C—CH(OH)—CH2OH; farblose, viskose, süß schmeckende Fl., Smp. 18 °C, Sdp. 290 °C. In Form von Fettsäureestern ( Glyceride) ist G. in tierischen u. pflanzlichen Fetten weit verbreitet. Verwendung findet es zur Herst. von Weichmachern, Alkydharzen u. Polyethern, als Feuchthalte- u. Gefrierschutzmittel, als Lsgm. usw.

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Gly|ce|rin:

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Glycerin
 
[zu griechisch glykerós »süß«] das, -s, 1,2,3-Propan|triol, einfachstes dreiwertiges Äthanol. Die zähflüssige, hygroskopische, süß schmeckende Flüssigkeit siedet bei 290 ºC unter Zersetzung, erstarrt bei 18 ºC und ist mit Wasser und niederen Alkoholen mischbar, in Kohlenwasserstoffen, Äthern und Chlorkohlenwasserstoffen aber unlöslich. Glycerin kommt in Form von Fettsäureestern (Glyceriden), in Fetten, Ölen und Phosphatiden (z. B. Lecithin) vor. Es entsteht bei der alkoholischen Gärung und ist deshalb in kleinen Mengen im Wein enthalten. Die Gärung kann so gelenkt werden, dass Glycerin als Hauptprodukt entsteht. Eine Art der Grünalgengattung Dunaliella bildet Glycerin in Mengen bis zu über 50 % ihres Trockengewichts. Glycerin entsteht als wichtiges Nebenprodukt bei der Gewinnung von Fettsäuren durch Fettspaltung. Das bedeutendste synthetische Verfahren führt von Propylen zu Epichlorhydrin, das mit Natronlauge zu Glycerin hydrolysiert wird:
 
Glycerin wird vielfältig verwendet, z. B. zur Herstellung von Alkydharzen und Weichmachern, als Feuchthaltemittel (z. B. für Kosmetika, Tabak), Zusatz zu Nahrungsmitteln und Getränken sowie zur Herstellung von Glycerinnitrat (Nitroglycerintrinitrat).

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Gly|ce|rin:Glyzerin.
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Gly|ze|rin, (auch:) Glycerin, das; -s [frz. glycérine, geb. von dem frz. Chemiker M. E. Chevreul (1786-1889) zu griech. glykerós = süß, zu: glykýs = süß]: dreiwertiger, farbloser, sirupartiger Alkohol, der in allen natürlichen Fetten enthalten ist u. z. B. zur Herstellung von Sprengstoff, von Cremes u. Salben, von Farbstoffen u. a. verwendet wird.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Glycerīn — (Glyceryloxydhydrat, Lipyloxydhydrat, Ölsüß), C6H8O6 = C6H7O5 + HO, von Scheele entdeckt, kommt in der Natur fertig gebildet nur im Eidotter des Huhnes u. im Hirnfett in der Form von Glycerinphosphorsäure vor, sonst bildet es sich bei der… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Glycerīn — etc., s. Glyzerin etc …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Glycerin — Glycerin, Scheelsches Süß, Oelsüß, Oelzucker, 1779 von Scheele bei Bereitung des Bleipflasters entdeckt. In allen Süßfetten in einer gepaarten Verbindung mit verschiedenen Seifensäuren, aus welchen es vorzüglich bei der Verseifung austritt. Kann… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Glycerin — Glycerin, HOH2C CHOH CH2OH, dreiwertiger Alkohol (mit drei Hydroxyl Gruppen), der mit Säuren Mono , Di und Triester bilden kann. Diese heißen Monoacyl , Diacyl und ⇒ Triacylglycerine (früher Mono , Di und Triglyceride) …   Deutsch wörterbuch der biologie

  • Glycerin — vgl. Glyzerin …   Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke

  • glycerin — also glycerine, thick, colorless syrup, 1838, from Fr. glycérine, coined by French chemist Michel Eugène Chevreul (1786 1889), from Gk. glykeros sweet (see GLUCOSE (Cf. glucose)) + chemical ending INE (Cf. ine) (2). So called for its sweet taste …   Etymology dictionary

  • glycerin — [glis′ərin, glis′ərēn΄glis′ərin, glis′ərēn΄] n. [Fr glycérine < Gr glykeros, sweet < * dlykeros < ? IE base * dlku , sweet > Gr glykys, L dulcis, sweet] nontechnical term for GLYCEROL: also sp. glycerine [glis′ərin, glis′ərēn΄] …   English World dictionary

  • Glycerin — Strukturformel Allgemeines Name Glycerin Andere Namen …   Deutsch Wikipedia

  • glycerin — gly|ce|rin sb., en, i sms. glycerin , fx glycerinsæbe …   Dansk ordbog

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